Meine 10 besten Kommunikationstipps für einen kraftschonenden Mutter-Alltag

Mein heutiger Artikel ist ungewohnt kurz – und hat dafür umso mehr Power: Ich zeige Dir meine 10 besten Kommunikationstipps für mehr Leichtigkeit im Familienleben. Ich garantiere Dir: Wenn Du nur ein paar davon nutzt, wirst Du Dir deinen Alltag damit leichter machen.

Damit Dir das leichter gelingt, habe ich ein übersichtliches Pdf und praktische Merkkärtchen zum Ausdrucken erstellt. Ich sende sie Dir gerne zu. Trage einfach hier Deine E-Mail-Adresse ein und klicke auf den grünen Button.

Bist Du bereit? Hier kommen 10 Tipps, die Dir nur dann nutzen, wenn Du sie testest. 😉

Atme und denke nach!

Leichte und erfolgreiche Kommunikation beginnt schon lange vor dem ersten Wort. Es macht einen großen Unterschied mit welcher inneren Haltung Du ein Gespräch beginnst. Gönne Dir einige bewusste Atemzüge bevor Du jemanden ansprichst. Damit fährst Du Dich etwas herunter und bist dann mehr bei Dir. Denke darüber nach, was Du erreichen willst: Willst Du einfach nur Kontakt, willst Du ein offenes Ohr, willst Du eine bestimmte Handlung Deines Gesprächspartners auslösen, willst Du informieren? Was ist es genau? Ist es sinnvoll, dieses Ziel gerade jetzt und auf diese Weise zu verfolgen?

Keine Kommunikation ohne Kontakt

Auch wenn Du Dir ganz sicher bist, dass und worüber Du kommunizieren willst, ist es auch jetzt schlau, noch nicht sofort loszureden. Versichere Dich erst, dass Dein Gesprächspartner auch auf Empfang eingestellt ist: Begib Dich ins gleiche Zimmer, sprich Dein Gegenüber wohlwollend mit Namen an, stelle Blickkontakt her und beginne dann erst zu sprechen.

Sag was Du siehst

Sei Dir darüber im Klaren, dass Deine Familienmitglieder etwas anderes wahrnehmen als Du. Gib ihnen die Chance, durch Deine Augen zu sehen. Sag genau, worauf Du Dich beziehst und mache dann eine Sprechpause. So haben beispielsweise Deine Kinder die Gelegenheit, gedanklich von ihrem Buch zu den Klamotten auf dem Boden zu wechseln.

Ein Satz – ein Bild

„Wenn Du Dein Zimmer nicht aufräumst, dann kann ich nicht saugen, weil ich sonst die ganzen Kleinteile einsauge und dann bist Du traurig und ich bin nicht bereit die aus dem Staubsaugerbeutel wieder rauszuholen, weil ich habe schon genug zu tun und dann bleibt es eben dreckig hier.“ Unser Gehirn ist einfach nicht dafür geschaffen, solche Sätze komplett in ihrer Bedeutung zu erfassen. Viele Kinder reagieren auf so einen Satz gar nicht. Eine Ansage mit kurzen, einfachen Sätzen erhöht Deine Chance auf eine Reaktion: „Jonas, heute werde ich die Wohnung saugen. -Pause- Dein Teppich ist auch ganz schön schmutzig. -Pause- Räum bitte den Boden frei. Dann kann ich auch hier saugen.“

Frag!

Oft beurteilen wir eine Situation oder eine Aussage unserer Mitmenschen ohne genau nachzuforschen. Fragen können uns viele Missverständnisse und damit Konflikte ersparen.

Kürzlich hatte ich folgendes Erlebnis mit unserem Vierjährigen: Ich weckte ihn morgens sanft und zog dann nach und nach den Rollo hoch. Dann ging ich wieder zu ihm. Noch immer im Halbschlaf jammerte er: „Mama, mach runter.“ Ich antwortete: „Nein, ich mach den Rollo nicht mehr runter. Du sollst ja gleich aufstehen.“ Nach einigem Hin und Her kam ich auf die Idee nachzufragen (auch wenn es mir völlig unnötig erschien): „Was soll ich denn runter machen?“ Sohnemann wackelte mit den nackten Füßen und sagte: „Die Decke.“

Wer und was genau?

Benenne genau, von wem Du sprichst. Sag was Du willst und nicht, was Du nicht willst. Mit „Man schmiert keine Marmelade an die Wand.“ wirkst Du unklar. Ganz anders: „Ich will eine saubere Wand. Lass Deine Marmelade auf dem Teller.“ Jetzt stehst Du zu dem, was Du willst und das Ziel ist klar (Bei der ersten Version hätte mein Sohnemann die Marmelade anschließend wahrscheinlich an den Kühlschrank geschmiert.).

Gib Frieden!

In unserer Sprache gibt es zahlreiche Wörter, die einen sehr gewalttätigen Ursprung haben. Bei Aussprüchen wie „Hier sieht es aus wie nach einem Bombenanschlag.“ oder „Ich habe ein Attentat auf Dich vor!“ ist das ziemlich offensichtlich. Doch auch im Vorschlag, im Ratschlag und in „kriegen“ schwingt etwas Kämpferisches mit. Wie viel schöner ist es, eine Anregung oder eine Empfehlung zu bekommen. Es gibt noch viele andere solcher Wörter. Wenn Du Dir mehr Frieden in Deiner Familie wünschst, lohn es sich achtsam mit solchen Worten umzugehen. Mehr dazu kannst Du hier lesen.

Weniger ist mehr

Die meisten Sätze, die wir sagen, enthalten mehr Wörter, als sie brauchen.

„Hast Du eigentlich schon Deine Zähne geputzt?“ ist ein ganz gewöhnlicher Satz. Doch was genau sagen die Wörter „eigentlich“ und „schon“ in diesem Satz aus? Transportieren wir damit nicht einen Vorwurf, der uns wenig dienlich ist? Genügt nicht auch „Hast Du Deine Zähne geputzt?“

Frage Dich bei Sätzen, die Dir wichtig sind: Brauche ich jedes der Wörter? Meist ist die Aussage am klarsten, wenn wir so wenige Wörter wie möglich benutzen.

Das logische Nein

Ein Wort, dass wir als Mütter leider viel zu oft gebrauchen ist „Nein“. Und noch dazu sagen wir oft auf eine Art und Weise „nein“, die etwas ganz anderes aussagt, als wir meinen. Das erkläre ich an einem Beispiel: Die siebenjährige Susanne sagt 10 Minuten vor dem Mittagessen: „Ich will ein Eis.“ Die Mutter antwortet: „Nein, es gibt gleich Essen.“ Na, was wird Susanne wohl jetzt sagen? Genau! „Doch, ich will aber eines. Ich esse dann trotzdem mit.“ Dieser Dialog hakt am „Nein“. Das Nein der Mutter bezieht sich auf die Aussage „Ich will ein Eis.“ und sagt aus „Nein, Du willst kein Eis.“ Na klar antworten die meisten Kinder darauf mit „Doch, ich will.“ Was die Mutter meint ist: „Aha, Du willst also jetzt ein Eis. Es gibt gleich Essen. Es wäre mir lieber, Du würdest es als Nachtisch essen.“ Die Chance jetzt ein „Na gut.“ zu ernten ist vieeeel größer!

 Schweig!

Kürzlich habe ich irgendwo den Begriff „mamataub“ gelesen. Mich wundert es nicht, dass die meisten Kinder zeitweise mamataub sind. Die meisten Mütter reden einfach zu viel. Wie sollen Kinder da noch unterscheiden, was wirklich wichtig ist. Und wenn wir ständig reden, statt hinzuhören, lernen unsere Kinder das Hinhören schonmal nicht durch unser Vorbild. Also: Lasst uns öfter Schweigen! Konzentrieren wir uns aufs Hinhören, statt aufs Erklären, finden von Lösungen oder einfach nur plappern. Lasst uns beobachten, wahrnehmen und genießen!

Noch ein Hinweis zum Schluss

Die größte Herausforderung beim Umsetzen dieser Tipps ist, sich im Alltag daran zu erinnern. Dafür habe praktische Erinnerungshilfen für Dich. Hast Du sie Dir schon bestellt? Nein? Dann tue es hier:

Drucke Dir die Kärtchen aus und schneide sie aus. Wähle vorerst nur einen Tipp aus, der Dich am meisten anspricht. Richte Deinen Fokus für mindestens zwei Wochen darauf. Lege oder klebe das Kärtchen an einen Platz, wo Du es oft sehen kannst – auf den Computerbildschirm, in Deinen Geldbeutel oder an den Badezimmerspiegel.

Wähle erst nach einigen Wochen das nächste Kärtchen aus. So gelingt es am leichtesten.

Ich bin neugierig, welcher Tipp Dir am besten gefällt. Bitte verrate es mir in einem Kommentar unter dem Artikel.

Lebe eigen-Sinnig!

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In die meisten meiner Artikel fließen Ideen aus der GFK und dem Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept ein.