Mit diesen 5 Tipps bringst Du Deinen Partner garantiert zum Putzen

Die herzerfrischende Anita Hubert von Rosanisiert verrät uns in ihrem Gastbeitrag ihre fünf besten Tipps mit denen sie ihren Mann Prof. M. zum Putzen bringt.

Als ich meinem Mann Prof. M. erzählt habe, dass ich einen Gastbeitrag über das Thema „Die fünf besten Tipps, den Partner zum Putzen zu motivieren“ schreibe, hat er skeptisch eine Augenbraue hochgezogen und geantwortet: „Solltest du nicht besser über das Thema schreiben „Die 10 besten Ausruhpositionen auf dem Sofa – Wie ich es schaffe, dass mein Partner den ganzen Haushalt alleine schmeißt.“?“Auf dem Sofa sitzen während der Mann aufräumt

Hahaha. Sehr witzig. Also manchmal übertreibt Prof. M. wirklich maßlos!

Eine moderne Ehe

Wir führen eben eine moderne gleichberechtigte Ehe, in der sich beide Partner den Haushalt zu fast gleichen Teilen aufteilen. Mal mache ich mehr, mal macht er mehr.

Na gut, vielleicht macht er ab und zu ETWAS mehr als ich. Aber ich habe so viel zu tun! Mich um unsere drei süßen Kinder kümmern, mein Instagram-Profil pflegen oder wirklich wichtige Ordnungs-Tipps bei Pinterest sammeln, die ich alle in naher Zukunft ausprobieren will.

Fünf wissenschaftlich fundierte Strategien

Ich bin ja Wissenschaftlerin und habe mich intensiv mit Verhaltensforschung und Psychologie beschäftigt. Diese Ansätze lassen sich meistens prima auch auf das eigene Leben übertragen. Deshalb habe ich heute für euch die fünf besten – wissenschaftlich fundierten – Tipps zusammengestellt, wie man seinen Partner dazu bringen kann, den Haushalt zu schmeißen, während man selbst ein gutes Buch liest – äh ich meine natürlich, wie man es schafft eine gleichberechtigte emanzipierte Beziehung zu führen. Ich schreibe aus meiner Perspektive für Männer – die Strategien funktionieren aber bestimmt auch für Frauen:

1) Auf das richtige „Framing“ kommt es an

Unter Framing versteht man die Art und Weise, wie bestimmte Situationen dargestellt – „gerahmt“ werden. So hat man beispielsweise festgestellt, dass ein und derselbe Wein von Versuchsteilnehmern unterschiedlich beurteilt wird und auch tatsächlich eine andere Gehirnaktivierung hervorruft, wenn er mit unterschiedlichen Preisen präsentiert wird. Die teuren Weine schmecken also auch aufgrund ihres Preises besser.Rahmen

Dasselbe gilt auch für Haushaltsarbeiten. Anstatt über die Unordnung zu meckern und zu schimpfen und den Partnern mit Vorwürfen zu bombardieren, könnte man versuchen, einen positiven „Frame“ zu setzen und die gewünschte Aufgabe mit einem kleinen Kompliment einrahmen.

Ich sage dann zum Beispiel zu Prof. M.: „Liebster Prof. M., habe ich dir schon einmal gesagt, wie stark du bist? Ich finde wirklich bewundernswert, dass du alle fünf überfüllten Mülleimer auf einmal tragen kannst. Ich müsste dafür echt zwei oder dreimal gehen.“ Oder auch: „Ach, Prof. M. ich würde ja wirklich sofort lossaugen. Aber du hast einfach ein so tolles System beim Saugen – wirklich richtig professionell.“

Vielleicht klingt das auf den ersten Blick etwas überzogen, aber es funktioniert tatsächlich! Man muss es natürlich ehrlich und charmant rüberbringen, seinen Partner am besten umarmen und tief in die Augen schauen.

Prof. M. fühlt sich geschmeichelt und hat gleich viel mehr Lust, den Müll runter zubringen.Mülleimer

Anmerkung von Silvia: Einen Rahmen zu beschreiben ist für eine erfolgreiche Kommunikation immer wichtig. Nur so weiß unser Gegenüber, wovon wir gerade sprechen.

Willst Du regelmäßig Anregungen für Deine Kommunikation? Ich schreibe Dir gerne:

 

Und jetzt gebe ich das Wort zurück an Anita mit ihrer nächsten Strategie. 😉

2) Rewardseeking: Loben, loben, loben

Eng mit dem richtigen Framing verbunden ist natürlich auch, den Partner für Aktionen im Haushalt zu loben. Ganz wichtig für einen gut laufenden Haushalt ist, dass die ganze Mühe auch anerkannt und respektiert wird.

Komme ich beispielsweise von einer kleinen Shoppingtour nach Hause und Prof. M. hat die ganze Wohnung aufgeräumt, ist es unbedingt wichtig, ihn in gebührendem Maße zu loben und zu bewundern. Umgekehrt gilt das natürlich auch.

Habe ich gerade die ganze Wäsche gewaschen, weise ich Prof. M. solange darauf hin, bis er sich darüber freut, aufsteht und den Schrank bewundert, den ich gerade eingeräumt habe.

3) Intrinsische und extrinsische Motivation

In der Psychologie unterscheidet man zwischen intrinsischer (innere) Motivation und extrinsischer (äußere) Motivation. In Bezug auf den Job ist zum Beispiel die intrinsische Motivation, dass man voller Leidenschaft an einem Projekt arbeitet und Spaß daran hat. Die extrinsische Motivation ist dann zum Beispiel die gute Bezahlung, die man aus diesem Projekt erhält.

Auf Haushaltsarbeit bezogen ist für Prof. M. die intrinsische Motivation also der eigene Anreiz und der eigene Anspruch, dass die Wohnung schön ordentlich aussieht. Leider ist diese innere Motivation bei ihm nicht so stark ausgeprägt. Ich glaube, es liegt daran, dass er nie auf Pinterest oder Instagram unterwegs ist und einfach keinen Referenzpunkt hat, wie eine tolle Wohnung aussehen sollte. Deshalb ist es umso wichtiger, ihn extrinsisch zu motivieren.

Als extrinsische Motivation eignen sich besonders gut Verabredungen mit Freunden, Zeit für Hobbys oder auch ein romantisches Abendessen. Wichtig ist dabei allerdings, dass man diese unabhängigen Ereignisse mit Arbeiten im Haushalt verknüpft.

So schlage ich Prof. M. während des Kücheaufräumens gerne vor: „ Also Prof. M., du hast jetzt wirklich immer so viel für uns gemacht, mach doch am Wochenende mal XY (hier die Lieblingsbeschäftigung einfügen).“

Wenn ich mal einen Abend „frei“ bekommen möchte, mache ich es übrigens genauso. Während ich also gerade die Wäschestapel in den Schrank einräume sage ich: „Oh, ich habe wirklich diese Woche so viel aufgeräumt! Sieh mal hier die ganzen Wäscheberge! Da macht es dir doch bestimmt nichts aus, wenn ich mit meiner Freundin ein Mädelswochenende in Hamburg verbringe.“

4) Diskussionen vermeiden – klare Aufgabenverteilung

Ich bin ja ein Freund klarer Aufgabenverteilung. So weiß jeder ganz genau, was seine Aufgaben sind und es kommt nicht zu unnötigen Diskussionen. Bei uns zum Beispiel hat Prof. M. die Aufgabe den Müll runterzubringen, zu saugen, zu kochen, Lebensmittel einzukaufen und die Spülmaschine auszuräumen.

Ich dagegen mache die Wäsche und bin natürlich für das Einkaufen der Kleidung zuständig (eine wichtige Aufgabe, die nicht unterschätzt werden sollte, obwohl Prof. M. „Shopping“ nicht als Hausarbeit anerkennen will). Und nicht zu vergessen die glamouröse Home-Office Organisation. Ihr seht, klare Kompetenzverteilung, harmonisches Zusammenleben.

5) Ego Depletion: Lass mir meine Ruhe

Hier noch ein weiterer kleiner Trick aus der Psychologie. Dort geht man davon aus, dass der Mensch nur über bestimmte kognitive Ressourcen verfügt. Muss man also beispielsweise viel nachdenken oder hatte einen stressigen Tag, dann sind diese Ressourcen geringer und man neigt dazu impulsiver zu handeln. Handelt man impulsiver, dann nimmt man eher kurzfristige Belohnungen an und unterschätzt Langzeitkonsequenzen. Aus diesem Grund wird man auch nach einem langen Tag eher schwach und isst die komplette Tafel Schokolade und noch die Tüte Gummibärchen auf, obwohl man sich doch vorgenommen hatte, abends nur noch einen Apfel zu essen.

Das Prinzip der Ego-Depletion kann man sich natürlich auch für den Haushalt zu Nutze machen. So bespreche ich gerne die Aufgaben für die nächste Woche abends mit Prof. M.,wenn er gerade Fußball gucken möchte. Er hat dann überhaupt keine Lust, mit mir zu diskutieren und strebt eher nach der kurzfristigen Belohnung (in Ruhe Fußball gucken) und vernachlässigt die Langzeitkonsequenzen (dass er versprochen hat, am nächsten Tag die komplette Küche mal wieder von Grund auf zu reinigen).

Diese Methode sollte man allerdings nicht übertreiben, da auch der Partner das Prinzip schnell erkennt. Prof. M. hält sich jetzt schon immer prinzipiell die Ohren zu, wenn ich mich ihm beim Fußball gucken nähere.unnamed (1)

Rosanisiert-Zusatz Tipp

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, hat Prof. M. meine Tricks schon manchmal durchschaut. Vor allem nachdem er meinen Artikel gelesen hat, ist ihm so manches Licht aufgegangen. Deshalb empfehle ich euch, meine Motivationsstrategien besser anzuwenden, ohne zu viel darüber zu sprechen.

Das waren meine besten wissenschaftlich untermauerten Tipps, wie man seinen Partner am besten motiviert, mehr im Haushalt zu machen.

Wie ist das bei euch zuhause? Wir freuen uns auf eure Kommentare unter dem Artikel.

Anita Hubert – Humorvolle Bloggerin, neugierige Wissenschaftlerin und rosaliebende, anonyme Chaotin

Anita ist Mutter von drei Kindern (7, 4 und 3 Jahre), promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin und Bloggerin. In ihrem Blog Rosanisiert (=rosa & organisiert) schreibt sie über das Thema Ordnung, Putzen und Glamour für Unordentliche. Mit einem Augenzwinkern gibt sie verschiedene Ordnungs- und Putztipps und Anregungen für einen glamourösen Lebensstil weiter – an alle, die ohne natürlichen Ordnungssinn geboren wurden.

Außerdem hat sie einen kleinen DaWanda Shop, in dem sie Produkte verkauft, mit denen Ordnung halten leichter fällt – wie z.B. ihre selbstdesignten Ordner.

Auf meine Frage nach ihren größten Stärken als Frau und Mutter antwortete sie mir:

„Gute Frage, die ich gleich mal an Prof. M. weitergegeben habe. Und was hat er geantwortet? „Intelligenz, Schönheit und Geduld.“ Toll, oder? Genau das wollte ich hören – er kennt mich eben wirklich sehr gut :).

Ich würde aber sagen, dass meine größte Stärke meine Liebe zu rosa ist, die sich nicht nur in dem Namen meines Blogs (Rosanisiert), unserer Wohnungseinrichtung und meiner Kleidung widerspiegelt, sondern auch in meiner Einstellung – think pink.

Außerdem freue ich mich jeden Tag über meine Kinder und genieße die Zeit mit ihnen sehr.“

Der Humor, den Anita versprüht ist für mich eine geniale Zutat für ein eigen-Sinniges Leben. Lass Dir das nicht entgehen und besuche Anita auf ihrem Blog www.rosanisiert.de, auf  InstagramFacebook oder in ihrem DaWanda-Shop.

Mach’s Dir leicht und lebe eigen-Sinnig!

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PS: Ich finde, dieser wichtige Beitrag hat es verdient, in den sozialen Medien geteilt zu werden – auch wenn es den Männern vielleicht nicht so gefällt. 😉

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