Die einzige Sache, bei der es sich als Mutter lohnt, perfekt zu sein

Perfektionismus hindert gerade uns Mütter oft daran, glücklich und zufrieden zu sein, es uns auch mal leicht zu machen. Doch es gibt eine Sache, bei der scheint es den meisten Müttern egal zu sein, ob sie es perfekt, nur gerade eben so oder auch gar nicht machen. Für mich ist es die einzige Sache, bei der es sich lohnt, Perfektion anzustreben – denn dann wird alles andere von alleine besser.

Schaltzentrale der Familie

Die Frauen, für die ich hier schreibe, sind die Schaltzentrale in ihren Familien. Egal ob sie Vollzeitmütter, Teilzeitangestellte oder selbständig sind – sie leisten den größten Teil des Familienmanagements. Heute geht es mir nicht darum, zu beleuchten, warum das so ist, ob das gut ist und ob und wie wir das ändern können. Es geht mir darum, das Beste aus dieser Situation – die im Moment nun mal ist, wie sie ist – zu machen.

Wenn das System überlastet ist

Das Bild der Schaltzentrale gefällt mir für die Mutterschaft ausgesprochen gut. Denn genauso fühle ich mich oft: Bei mir läuft alles zusammen, ich koordiniere und von mir gehen die meisten Aktionen aus (oder ich führe sie gleich selbst aus). Meist ist das eine interessante und erfüllende Aufgabe, manchmal fühlt es sich eher nach stupidem Funktionieren und Reagieren an. Manchmal ist es ein zu Viel von allem und die Drähte laufen heiß. Dann kann es leicht auch schon mal zu Problemen bei der Energieversorgung des Systems Mutter kommen.

Doch genug von diesem Bild: Auch wenn wir Mütter uns vielleicht manchmal wie ein mehr oder minder gut funktionierendes System fühlen – wir sind immer noch Menschen. Und Menschen haben Bedürfnisse und einen begrenzten Energievorrat. Ja, auch wir Mütter.

Die meisten Mütter, die ich kenne, vergessen das im Alltag immer wieder (ich denke immer öfter daran 😉 ). Und dann sinkt das Energielevel, der Alltag wird schwerer, die geliebten Kinder nerven, Streitereien mit dem Partner sind an der Tagesordnung – und das alles kostet dann noch mehr Energie.

Die eine Sache

Es gibt nur eine Möglichkeit aus diesem Teufelskreis zu entkommen – und die hat nichts mit einer besseren Organisation des Haushalts, einer besseren Erziehung der Kinder oder mehr Einfühlungsvermögen und Unterstützung des Partners zu tun.

Die einzige Sache, die Du tun kannst, um Deinen Energie- und Zufriedenheitslevel auf die Dauer hoch zu halten, ist:

Achte (auf) Dich selbst!

Dann wird alles leichter: Der Alltag mit Deinen Kindern, der Kontakt zu Deinem Partner, die Erfüllung der Aufgaben, für die Du Dich entscheidest und auch das Bitten um Unterstützung.

Ich habe fünf Zutaten für meinen persönlichen Zufriedenheits-Cocktail gefunden. Jede einzelne davon ist wichtig, damit der Cocktail perfekt wird. Und ich bin dann zufrieden, wenn er perfekt ist – und wenn es mein ganzes Leben dauert!

Der perfekte Zufriedenheits-Cocktail

Die Reihenfolge der Zutaten ist nicht entscheidend. Doch Du wirst selbst schnell merken, dass manche Zutaten ohne bestimmte andere kaum zu finden sind. So ist zum Beispiel die erste Zutat nach meiner Erfahrung grundlegend für alle anderen.

Schenk Dir Zeit

Damit meine ich nicht so etwas wie „Ab übernächsten Monat nehme ich mir jede Woche einen Vormittag für mich.“ Nein, es geht mir um Momente, die Du Dir ab sofort regelmäßig, jeden Tag mehrmals für Dich gönnst.

Hole Dir jetzt gleich einen Timer (Küchenwecker oder den Timer auf Deinem Handy) und stelle drei Minuten ein. Starte den Timer und sitze diese drei Minuten einfach nur da. Tue es JETZT!

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Hast Du gemerkt, wie lang drei Minuten sein können?

Gönne Dir diese Auszeiten bewusst – für eine Tasse Tee, um einfach aus dem Fenster zu schauen, auf den Balkon zu gehen und tief durchzuatmen, um aufzuschreiben, was gerade in Dir ist.

Hast Du Ideen, wann das in Deinen Alltag passt? (Und jetzt bitte keine Ausreden – wenn eines Deiner Kinder seinen Saft über den Holzboden schüttet, hast Du auch immer drei Minuten Zeit, um aufzuwischen.) Wie kannst Du Dich selbst daran erinnern? Wie kannst Du Deine Miniauszeiten verbringen? Kannst Du jetzt gleich etwas vorbereiten dafür (Wasser in den Wasserkocher für den nächsten Tee, Tagebuch und Stift bereit legen,…)?

Schaff Dir (Frei-)Räume

Ähnlich wie bei der Zeit, brauchst Du Dir auch hier nicht gleich ein eigenes sonnendurchflutetes Atelier einrichten. Schaffe Dir Bewusstsein für Deinen Raum.

Auch das kannst Du jetzt gleich ausprobieren. Nimm den Raum zwischen Dir und der Wand gegenüber wahr. Konzentriere Dich auf den Raum! Bemerkst Du, dass es Platz für Dich gibt? Noch wohltuender ist das natürlich im Freien, wenn Du Raum bis zum Horizont hast.

Gibt es einen Raum, den Du nur für Dich haben willst (das kann bei kleinen Kindern auch einfach die Toilette sein, oder sogar nur der unmittelbare Raum um die Toilette herum 😉 )? Hast Du Ideen, wie Du diesen Raum klar und freundlich für Dich schützen kannst?

Achte auf Deinen Energielevel

Hab Deinen Energiehaushalt im Blick. Sobald Du merkst, dass Du ins untere Drittel kommst, gönn Dir drei Minuten für Dich, um herauszufinden, wie Du wieder ins obere Drittel kommen kannst. Mach nicht den Fehler und versuche auf Reserve noch 1000 Kilometer zu fahren!

Um den Energielevel dauerhaft weit oben zu halten, haben wir zwei Stellschrauben:

  1. Mach Dir Situationen, die Dir viel Energie kosten leichter!
  2. Schaffe Situationen, die Dir Energie schenken!

Nimm Dich wahr und verschaffe Dir Klarheit

Richte Deinen Fokus mehr und mehr auf Dich selbst.

Die Gefahr unsere Kinder aus dem Blick zu verlieren, ist gering. Die melden sich schon! Wenn Du Dich zu einer selbstsüchtigen Zicke entwickeln solltest, werden Dich das Deine Mitmenschen sicher wissen lassen.

Wenn Du Dich jedoch ständig selbst vergisst, beschwert sich üblicherweise niemand. Also achte auf Dich, sooft Du nur kannst. Was spürst Du? Was denkst Du? Was tust Du? Was brauchst Du?

Sag was Du willst

Sprich klar und wertschätzend aus, was Du brauchst und willst.

Warte nicht darauf, das jemand anderes für Dich herausfindet, was Dir gut tut und Dich dann auch gleich damit verwöhnt. Finde es selbst heraus und bitte darum! Du wirst Dich wundern, wie gerne andere Menschen Dir etwas Gutes tun, wenn Du ihnen nur verrätst, was Du gut findest.

Und wie geht das?

Vielleicht hast Du jetzt die ganze Zeit genickt und Dir gedacht: „Ja, so geht das wohl.“ Und jetzt fragst Du Dich vielleicht „Doch wie um alles in der Welt soll ich das machen?“

Das ist sicher eine Frage, die sich nicht im Rahmen eines Blogartikels beantworten lässt. Und es gibt dafür auch nicht den einen Weg. Ich glaube, es gibt dafür sogar so viele Wege, wie es Mütter gibt.

Die Wege, die für meine Kundinnen und natürlich auch für mich selbst funktionieren, werde ich Dir nach und nach in diesem Blog verraten. Wenn Du nichts verpassen willst, bestelle Dir am besten gleich hier unter dem Artikel meinen Newsletter.

Fazit – mach es perfekt

Deine Zufriedenheit ist die Basis für ein erfolgreiches Familienleben. Also übernimm die Verantwortung und schaffe Dir selbst möglichst viele Momente, in denen Du Dich ganz und gar wohl fühlst – perfekt eben! Keine von uns wird jemals erreichen, dass es immer so ist. Doch lasst uns immer wieder auf dieses Ziel besinnen – für unsere Familien und für uns selbst.

Mach es Dir leicht!

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Übrigens: In die meisten meiner Artikel fließen Ideen aus der GFK und dem Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept ein.

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