Entspann Dich mal – 5 Regeln für mehr Gelassenheit

Die herzerfrischende Eva Wenger schreibt als Gastautorin darüber, wie es uns Müttern leichter gelingen kann, gelassen zu bleiben und unser Leben zu genießen.

Entspann dich mal, Mama!

Das liest du jetzt bestimmt nicht zum ersten Mal.

Wir sollen super Mamas sein, liebevoll, bedürfnisorientiert, dem Kind ein gutes Selbstbewusstsein mitgeben und dabei bitte immer achtsam und vor allem gelassen und entspannt sein!

Weil, wenn du entspannt bist, dann geht das andere alles voll viel besser!

Und was machst du jetzt, wenn du total gestresst bist? Tja, dann musst du dir halt Entlastung suchen, und mehr delegieren, bist also quasi auch wieder selbst schuld, denn du hast dein Leben eben nicht richtig organisiert….oder?

Selbstliebe als Schlüssel zur Gelassenheit

Der Schlüssel zur Entspannung, zur Gelassenheit und zum Glück als Mutter liegt in der Selbstliebe.

Ja. Die Liebe zu dir selbst. Voll schwer! Da ist doch jetzt dieser kleine Mensch, der all deine Liebe braucht, und da sollst du auch noch an dich selbst denken….

Weder musst du dein Kind perfekt „erziehen“, damit es „funktioniert“ und du wieder „Zeit für dich hast“. Noch musst du noch achtsamer werden oder immer noch besser alles vorausplanen.

Sondern du musst dich genauso lieben wie du dein Kind liebst.

Echt. Ich meine das mit vollem Ernst. Wie unendlich ist denn die Liebe zu deinem Kind, obwohl es ständig unperfekt ist und anstrengend und dich körperlich und seelisch fordert?

Und du findest trotzdem, es ist der tollste Mensch der Welt! Was ist mit dir? Du gibst dir so eine verdammte Mühe mit allem und jetzt liest du einen Blogartikel, damit du dich beim Anstrengen besser entspannen kannst…. Oh Frau! Wird es dir klar?

Wenn du dich selbst genauso lieb hast, wie du dein Kind lieb hast, dann hat das krasse, weitreichende Folgen! Plötzlich steht dein Kind nicht mehr an der ersten Stelle – vor dir – sondern ihr steht beide auf derselben Prioritätsstufe. Ist das möglich oder bringt dich das in einen Gewissenskonflikt?

Die folgenden Regeln helfen Dir, zuzulassen, selbst genauso wichtig zu sein wie Dein Kind:

Fünf Regeln für mehr Selbstliebe

Selbstliebe gelingt ganz leicht, wenn Du Dich daran hältst.  Diese Regeln sind alle großartig und einfach umzusetzen:

1. Entscheide dich.

Es müssen Entscheidungen getroffen werden. Den ganzen Tag über sind das circa 20.000! Ich glaube, wir Mütter können die Zahl auch locker toppen.

Soll ich aufs Klo gehen oder soll ich erst zum Kind rennen, was Hilfe beim Malen eines Einhorns braucht? Soll ich das kochen, was ich gerne mag oder zum zwölften Mal Nudeln mit Tomatensauce? Das Kind schläft – soll ich nun putzen oder mich in Ruhe duschen?

Wenn du so eine Frage im Kopf hast, stell dir vor, es würde sich gar nicht um dich drehen, sondern um dein Kind – das inzwischen erwachsen und selbst Mutter oder Vater ist und dich um Rat bittet. Was antwortest du?

Hör auf zu grübeln. Entscheide dich für eine Variante oder einen nahe liegenden Kompromiss, und mach weiter. Gib der einzelnen Entscheidung nicht zu viel Gewicht. Es kommen noch so viele weitere an diesem Tag.

2. Sei kreativ.

Wenn du mit der Einstellung, dass du genauso viel wert bist wie dein Kind, durch dein Leben gehst, versuchst du automatisch Lösungen zu finden, die beide Parteien glücklich machen. Manchmal liegt es so nah und zwei Bedürfnisse lassen sich verbinden.

Das Kind will draußen spielen, aber du musst einkaufen? Na gut, dann geht ihr eben zu Fuß und macht unterwegs Spielpausen. Du willst etwas arbeiten, aber dein Kind will beschäftigt werden? Was kann dein Kind dir bei der Arbeit „helfen“?

Wenn es vorher noch nie jemand so gemacht hat – dann fängst du eben jetzt damit an. Denk dir eine möglichst lustige Variante aus, wie jeder zu seinem Recht kommt. Du wirst sofort mehr Spaß haben – und das entspannt ungemein. Wenn dir so gar nichts einfällt, frag mal dein Kind, was es vorschlagen würde!

3. Sei gnädig mit dir.

Du hast etwas verbockt? Du hast gemeckert? Etwas ist nicht gelaufen wie geplant? Du hast nicht das Tagespensum geschafft? Egal! Verzeih dir das.

Analysiere nicht stundenlang, warum und wieso und wie du das auf jeden Fall in Zukunft vermeiden kannst. Lass das Schuldgefühl in seiner Schublade. Das dient dir überhaupt gar nicht. Das Schuldgefühl sagt dir bloß immer wieder, wie wenig du wert bist. Und das ist Quatsch, du bist wert-voll!

Wenn du wirklich das Bedürfnis hast, dich zu entschuldigen, tu es bei deinem Kind. Sag einfach nur „ Es tut mir leid, dass ich so gemeckert habe, bist du jetzt traurig?“ Du kannst dir vorstellen, wie diese Szene weitergeht: Dein Kind wird dir in die Arme fliegen und alles ist wieder gut. Dein Kind hat null Probleme, dir alles Mögliche zu verzeihen und du kannst jeden Tag neu beginnen.

4. Genieße bewusst.

Die positive Psychologie besagt: Fokussiere dich auf das Gute, und es wird mehr werden. Umgekehrt funktioniert leider auch… Also genieße!

Wenn irgendetwas Gutes passiert, atme tief ein, saug den Moment auf, speichere ihn dir ab.

Um das zu üben, schreib dir jeden Abend drei tolle Dinge auf, die geschehen sind. Oder mach eine kleine Abendbesprechung mit deinem Kind oder deiner ganzen Familie daraus.

Was war heute richtig gut? Was hat mir Freude gemacht? Wo gab es einen glücklichen Zufall? Welcher Moment war so richtig entspannt? Und was habe ich richtig gut gemacht?

Je mehr du dein Gehirn anweist, darüber nachzudenken, desto mehr Glücksgefühl machst du dir, und hast somit gleich wieder einen guten Energieschub.

5. Lebe selbstbestimmt.

Wie hast du denn vor der Geburt deines Kindes gelebt? Hattest du Sorgen und Probleme – sicher! Und dann, was hast du gemacht? Hast du dir Hilfe geholt, dich mit Vertrauten besprochen?

Hattest du auch Interessen und Hobbys? Ja?

Hast du einfach mal was für dich gekauft – na klar, bestimmt!

Und warum muss das jetzt anders sein?

Die Tatsache, dass du Mutter geworden bist, hindert dich doch nicht daran, weiter dein Leben zu gestalten? Das einzige, was sich vielleicht geändert hat, sind deine Prioritäten… und die kannst nur du setzen! Niemand schreibt dir von außen vor, was dir wichtig ist.

Du kannst dein Bild von dir als Frau und Mutter selbst malen.

Du kannst rumprobieren, was möglich ist und was noch nicht. Oder wobei du Unterstützung brauchst. Tu was nötig ist, damit dieses Leben dein Leben ist und nicht das einer Figur aus einem Buch, das jemand anders geschrieben hat.

Manchmal kommt dir dein Leben vielleicht nur so anstrengend vor, weil du Dinge tust, Sachen sagst und Sätze denkst, die gar nicht aus dir kommen, sondern dir von jemand anders eingegeben wurden. Klar, ständig eine Rolle zu spielen, würde jeden auf Dauer fertig machen.

Es ist immer möglich, dein Leben ein bisschen zu verändern, und zwar in die Richtung, die du selbst vorgibst. Natürlich gibt es Einschränkungen – die hatte dein Vorher-Leben aber auch! Jetzt sind es andere Einschränkungen. Das sind deine kleinen und großen Herausforderungen, die du meistern kannst, wenn du es wirklich willst.

Fazit

Hab dich lieb! Sei gut zu dir! Dann kommt die Entspannung von ganz allein in dein Leben.

Mädchenmama Eva Wenger

Eva ist Mutter von zwei Mädchen im Alter von sechs und vier Jahren. Über ihre größten Stärken als Frau und Mutter sagt sie:

„Bildlich gesprochen, ich bastele aus Scherben eine Discokugel und tanze. Weil ich mir der Endlichkeit des Lebens sehr bewusst bin, lebe ich so positiv und optimistisch es nur irgend geht im Hier und Jetzt. Ich bin lernbegierig und will immer wissen, wie ich das Leben noch toller und intensiver genießen kann. Daran arbeite ich sehr hartnäckig und stur. Die Veränderung ist meine treue Begleiterin. Je älter ich werde, desto revoluzzer. Von der Meinung anderer lasse ich mich inspirieren, aber nicht mehr beeinflussen. Meine Kinder schränke ich möglichst wenig ein. Sie sollen mit mir leben, nicht für mich.“

Genauso habe ich Eva kennen gelernt! 😉 Ich freue mich riesig, dass sie hier zu Besuch ist! Sie ist ein wunderbares Vorbild darin, eigen-Sinnig zu leben.

Lebe auch Du eigen-Sinnig!

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Übrigens: In die meisten meiner Artikel fließen Ideen aus der GFK und dem Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept ein.

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