Mein ABC der Familienkommunikation – A bis M

Angeregt durch einen Blogartikel von Christina Wenz, präsentiere ich Dir heute mein ABC der Familienkommunikation. Wenn Du das Thema Kommunikation interessant findest, dann wirst Du hier viele Anregungen zum Nachdenken finden. Und es gibt natürlich auch wieder einige Tipps für Deinen Alltag.

Annehmen

Die Fähigkeit etwas so annehmen zu können, wie es ist, ist besonders im Leben mit Kindern Gold wert. Von einem Moment auf den anderen ist wieder alles ganz anders als wir es geplant haben. Wenn wir dann innerlich oder auch ganz offensiv gegen die Umstände ankämpfen, machen wir es uns unnötig schwer. Nimm an was ist und mache das Beste daraus.

Eine klare Kommunikation hilft Dir dabei, die Situation zu sortieren und eine passende Lösung zu finden.

Bedürfnisse

Sie sind der Motor des Lebens. Alles was wir tun, tun wir um uns ein Bedürfnis zu erfüllen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Lust/Verlangen und Bedürfnis:

Wenn wir das Verlangen nach einem Stück Torte haben, meldet sich damit ein Bedürfnis. Das kann schlicht Hunger sein oder auch etwas wie das Bedürfnis nach Anerkennung, Genuss oder Wohlbefinden.

Wir machen es unserem Gegenüber leicht, uns zu verstehen, wenn wir unser Bedürfnis benennen. Wenn Du Dich in die Bedürfnisse Deiner Mitmenschen einfühlst, wird leicht für Dich sein, sie wertzuschätzen.

Code

Unsere Sprache ist eine Art Code mit dessen Hilfe wir das Bild in unserem Kopf in den Kopf eines Mitmenschen übertragen können. Lasst uns diesen Code möglichst einfach halten.

Dankbarkeit

Dankbarkeit ist der einfachste Weg zufrieden zu sein. Mach es Dir zur Gewohnheit, Deine Dankbarkeit gegenüber anderen Menschen auszusprechen: „Ich danke Dir für …“. Damit richtest Du Deinen Fokus auf die schönen Dinge im Leben.

Erlebenswelt

Wir alle leben gemeinsam auf dieser Erde. Und dennoch leben im Alltag zwei Menschen meist in unterschiedlichen Welten – in unterschiedlichen Erlebenswelten.

Die eine richtet ihren Fokus gerade auf die Wochenplanung, der andere baut gerade voll Konzentration ein Lego-Schiff. Wenn nun der eine die andere unvermittelt anspricht, gelingt Kommunikation nur schwer.

Wie Du eine Brücke zwischen den beiden Welten bauen kannst, kannst Du zum Beispiel in meinen Kommunikationstipps nachlesen.

Familienkommunikation

Meine Erfahrung aus meiner Arbeit und meinem eigenen Familienleben ist, dass Kommunikation nirgends so sensibel und so wichtig ist, wie in einer Familie.

Nirgends sonst können uns unbedacht ausgesprochene Worte so verletzen. Nirgends sonst kann uns eine wertschätzende, klare und liebevolle Kommunikation so viel Kraft geben.

Gleichwürdigkeit

Kinder und Erwachsene sind schon von Gesetz wegen nicht gleichberechtigt. Und auch die größere Lebenserfahrung von uns Erwachsenen macht uns in vielen Fragen zum Entscheidungsträger. Doch dies ist keine Ausrede dafür, unsere Kinder nicht gleichwürdig zu behandeln.

Grenzen

Jeder Mensch braucht Grenzen um sich sicher zu fühlen. Ich unterscheide Grenzen, die wir mit dem Verstand machen,  („Hier wird nicht gehauen.“) und Grenzen, die sich aus unseren persönlichen Grenzen ergeben („Ich bin nicht bereit Euch weiter vorzulesen, wenn Ihr Euch haut. Ich will mir das nicht mit ansehen.“).

Entscheide für Dich selbst, mit welcher Art von Grenzen Du Dein Kind begleiten willst. In jedem Fall ist es fair, eine Grenze sichtbar zu machen, indem wir sie klar benennen.

Gefühl

Gefühle sind Anzeiger für erfüllte oder unerfüllte Bedürfnisse.

Zum Beispiel spüre ich Angst, wenn mein Bedürfnis nach Sicherheit nicht erfüllt ist. Ich fühle mich behaglich, wenn meine Bedürfnisse nach Ruhe und Wärme erfüllt sind.

Es ist wertvoll für Kinder, Wörter zu lernen, mit denen sie ihre Gefühle beschreiben können. Wörter machen Gefühle greifbarer und damit viel besser handhabbar.

Hinhören

Hörst Du hin, wenn eines Deiner Familienmitglieder spricht oder hörst Du zu?

Intention

Mach Dir klar, was Du erreichen willst, BEVOR Du sprichst. Wie sollen Deine Mitmenschen verstehen, um was es Dir geht, wenn Du es nicht mal selbst weißt?

Ja

Ein Ja zu hören ist wohltuend. Gönnen wir es unseren Kindern öfter!

Wir brauchen deshalb nicht allem zustimmen. Schon ein „Ja, ich verstehe was Du meinst.“ tut beiden gut.

Klarheit

Sage in klaren, kurzen Sätzen was Du willst. Deine Chance verstanden zu werden, steigt enorm.

Körpersprache

Vieles von dem, was wir in der zwischenmenschlichen Kommunikation übermitteln läuft über die Körpersprache ab. Diese bewusst zu verändern, ist im Alltag nur in einigen wenigen Fällen möglich (z.B. Blickkontakt). Deshalb gibt es ja gute und schlechte Schauspieler.

Unsere Art zu sprechen hat einen großen Einfluss auf unsere Körpersprache. Und Wörter lassen sich ganz leicht bewusst wählen.

Kontakt

Bevor Du sprichst, stelle sicher, dass Kontakt zwischen Dir und Deinem Gegenüber besteht.

Konsequenz

Stehe konsequent zu dem, was in Dir gerade lebendig ist. Dann brauchst Du nicht konsequent irgendwelche Regeln durchzusetzen.

Leichtigkeit

Mit einer klaren, wertschätzenden Kommunikation wird vieles im Leben leichter. Diese Leichtigkeit ist mein Ziel, wenn ich meine Kommunikation wandle.

Wenn es leicht geht, ist es angenehm und energiesparend. Warum sollen wir es uns schwer machen, wenn es auch leicht geht?

Mutter

Ich schreibe für Mütter, da ich selbst Mutter bin. Das meiste von dem, was ich schreibe ist für Väter und andere Bezugspersonen der Kinder ebenso wertvoll. Und doch bin ich überzeugt, dass Mutterschaft etwas ist, was sich mit nichts anderem vergleichen lässt. Oder was meinst Du?

bis Z

Ich wünsche Dir eine wunderbare Zeit.

Mach es Dir leicht.

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PS: Hier geht es weiter mit M bis Z.

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Übrigens: In die meisten meiner Artikel fließen Ideen aus der GFK und dem Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept ein.

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