Wie Du den Alltag managst, wenn Dein Kind mit pubertieren beschäftigt ist

Hausaufgaben, etwas Kooperation im Haushalt, Höflichkeit, Zuverlässigkeit – Fehlanzeige!

So mit 10,12 Jahren, sind Kinder oft so mit ihrer eigenen Entwicklung beschäftigt, dass das Zusammenleben mit ihnen zu einer großen Herausforderung wird. Der Alltag läuft weiter, egal ob Dein Kind sich gerade schrecklich fühlt. Und wir als Mütter wissen oft gar nicht mehr, wie wir mit diesem wütenden Häufchen Elend umgehen sollen – geschweige denn den Alltag halbwegs reibungslos über die Bühne zu bringen.

Liebe, Liebe und nochmals Liebe

Ich bin überzeugt: Was unsere Kinder immer – und besonders in anstrengenden Entwicklungsphasen – am dringendsten brauchen, ist unsere bedingungslose, unerschütterliche Liebe. Und wenn sie uns noch so oft anschreien, wegstoßen und für blöd erklären – sie brauchen uns und unseren Rückhalt mehr denn je.

Ich hoffe, dass Du mir da zustimmst. Gleichzeitig weiß ich, dass es im Alltag so so schwer ist, in dieser „liebevollen Schwingung“ zu bleiben, wenn wir bei unseren Kindern ständig auf Widerstand und Ablehnung stoßen.

Bevor ich einige Ideen zum Umgang mit bestimmten Situationen mit Dir teilen werde, hier ein paar allgemeine Gedanken zur Pubertät. Ich glaube, dass es uns den Alltag schon mal immens erleichtern kann, wenn wir diese Punkte im Blick behalten:

Pubertät ist eine Phase

Die Pubertät ist keine Phase, in der die Kinder langsam frech werde und vom Kind zu einem unverschämten Teenager werden.

Sie ist eine Phase körperlicher Reifung an deren Ende die Fortpflanzungsfähigkeit steht. Und dieser „Umbau“ im Körper ist eine Großbaustelle. Da wird nicht nur mal eben ein Zimmer (im Genitalbereich) renoviert, sondern einmal komplett entkernt, neue Leitungen verlegt (Hormone) und die Fassade (äußeres Erscheinungsbild) neu gemacht. Sogar das Gehirn verändert sich nachweislich. Wen wundert es da noch, dass Kinder zeitweise völlig überfordert sind mit diesem „Umbau“?

Die machen das nicht mit Absicht

Trotz des ganzen Umbaus, sind unsere Kinder noch immer unsere Kinder. Auf einmal verhalten sie sich auf eine Weise, die uns das Leben schwer macht oder uns vielleicht sogar verletzt. Doch das tun sie nicht, weil sie auf einmal böse werden. Es entzieht sich weitgehend ihrer Kontrolle. Und wenn Du das jetzt nicht glaubst, dann erinnere ich Dich gerne an bestimmte Phasen Deiner Schwangerschaft(en) oder an die Zeit kurz vor Deinen Tagen. Hast Du da nicht auch schon mal jemanden ziemlich blöd angemacht und konntest es schon wenig später selbst nicht mehr verstehen? Ich sage nur: Hormone!

Pubertät als Chance, etwas über Dich zu lernen

Wenn Du schon eine Weile Mama bist, weißt Du es bereits: Unsere Kinder sind wie kaum jemand sonst in der Lage, unsere „Knöpfe zu drücken“. Während wir unsere Kinder begleiten, kommen wir mit Schmerz und alten Wunden in uns in Berührung, von denen wir oft nicht mal wussten, dass sie da sind. Das gibt unseren Kindern oft eine Macht über uns, die ihnen enorm schadet.

Es gibt da diesen Werbespruch: „Sind sie zu stark, bist Du zu schwach.“ Wenn ich den höre, muss ich immer an das Leben mit meinen Kindern denken. Leicht umformuliert drückt dieser Satz genau aus, was Kinder mit uns machen. „Sind sie zu frech/faul/unhöflich(beliebiger bewertender Begriff, die so oft für Kinder gebraucht werden), bist Du zu sehr in Deiner Angst, inneren Unklarheit und Deinem Alltagsstress gefangen.“

Ja, andere Menschen (und besonders pubertierende Kinder) verhalten sich manchmal unmöglich. Doch wenn uns das aus der Fassung bringt, hat das was mit uns zu tun. Wenn wir jetzt den Mut haben, hinzuschauen, können wir so viel über uns selbst lernen.

Pubertät als Chance für Eure Beziehung

Wenn Du Deinen Anteil erkennst (nicht am Verhalten Deines Kindes, sondern an dem, was das mit Dir macht!), die Verantwortung dafür übernimmst und mit Deiner ganzen Liebe, Kraft und Klarheit bei Deinem Kind bleibst – und zwar egal, völlig egal, was Dein Kind verbockt – dann werdet Ihr beide gestärkt aus dieser Phase hervorgehen. Und Eure Verbindung wird stärker und zugleich weicher und flexibler sein, als zuvor.

Pubertät kann friedlich ablaufen

Es ist unwahrscheinlich, dass Pubertät ohne Reibung abläuft. Doch Pubertät braucht definitiv kein Kampf zwischen Eltern und Kindern zu sein. Es macht mich immer wieder traurig, wie sehr die Diskussion über Kinder in der Pubertät von Gegeneinander, Druck, Zwang und Strafe erzählt.

Lasst uns stattdessen mit Begleitung, Dasein, Lösungsorientierung und bedingungsloser Annahme durch diese besondere Zeit gehen. Dann kann es trotz aller Bewegung, Aufregung und Reibung eine friedvolle Zeit sein.

Was das konkret für unseren Alltag mit pubertierenden Kindern bedeutet, werde ich im folgenden an einigen Beispielen zeigen.

Gratis 5-Tage-Challenge für Mütter
„Mehr Klarheit in der Sprache,
mehr Leichtigkeit im Alltag!“

vom 13.10. – 18.10.2019


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Hausaufgaben, Haushalt und Co

Die folgenden Beispiele sind sozusagen ein Querschnitt aus dem, was meine Leserinnen und Kundinnen mir berichten und dem, was ich selbst erlebe.

Katrin und die Hausaufgaben

Katrins Mutter Hanne ist verzweifelt. Jeden Tag ist es ein einziger Kampf, bis Katrin ihre Hausaufgaben erledigt hat. Katrin geht halbwegs gerne zur Schule und hat bisher auch gute Noten. Hanne hat jedoch Angst, dass die Noten im Verlauf des ersten Schuljahres auf dem Gymnasium schlechter werden, wenn Katrin ihre Hausaufgaben nicht macht. Außerdem hat Hanne bereits eine Mitteilung vom Klassenlehrer erhalten, dass oft Hausaufgaben fehlen. Katrin beginnt also bereits, Hausaufgaben vor ihrer Mutter zu verheimlichen.

Käme Hanne zu mir ins Coaching, würde ich sie ermutigen, sich folgende Punkte klar zu machen und folgende Fragen zu klären:

  1. Was die neue Schule, die (nahende) Pubertät und viele andere kleine Faktoren für Katrin bedeuten
  2. Kampf kann nur da entstehen, wo mindestens zwei Menschen gegenhalten. Würde Hanne weich werden, könnte es keinen Kampf geben.
  3. Was genau löst Katrins Widerwillen gegen die Hausaufgaben aus? (Gespräch mit Katrin in einer passenden Situation)
  4. Wo ist die Wurzel für Hannes Angst vor schlechten Noten?
  5. Was löst die Mitteilung des Lehrers in Hanne aus?
  6. Wie kann es Hanne gelingen, so mit ihren eigenen Ängsten umzugehen, dass sie voll und ganz für Katrin da sein kann?

Oft braucht es für die Klärung solcher Fragen, dass wir vorübergehend komplett loslassen, was sich so eingeschliffen hat. In diesem Fall könnte das bedeuten, dass sich Hanne ab sofort einfach raus hält und die Hausaufgaben mit keinem Wort erwähnt. Wenn sich die Situation etwas beruhigt hat, könnte sie auf folgende Art das Gespräch mit Katrin beginnen: „Vielleicht hast Du bemerkt, dass ich in den letzten Tagen nichts mehr zu Deinen Hausaufgaben gesagt habe. Ich habe mich entschieden, dass die Hausaufgaben nicht mehr zwischen uns stehen werden. Ich habe bemerkt, wie viele Ängste da bei mir sind und ich wünschte, ich hätte nicht Dir das Leben schwer gemacht damit. Ich würde mich riesig freuen, wenn Du mir erklärst, wie das mit den Hausaufgaben für Dich ist. Was macht die Hausaufgaben für Dich zu so einer Qual?“

Vermutlich werden in diesem Gespräch wertvolle Lösungsansätze entstehen, wie die Hausaufgaben für Katrin leichter werden könnten. Vielleicht ist die Lösung gerade auch, dass Katrin gerade einfach keine Hausaufgaben machen wird. Dann könnten Hanne und Katrin gemeinsam herausfinden, was die Konsequenzen seitens der Schule wären. Sie können darüber sprechen, was die Folgen für Katrins schulische Leistungen sein könnten und was das wiederum in Hanne und in Katrin selbst auslöst.

Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass sich Katrin zumindest im Hinblick auf Hanne endlich entspannen kann. Dass sie weiß, dass sie auf der einen Seite ihre eigenen Entscheidungen treffen darf und auf der anderen Seite immer Halt bei ihrer Mutter finden wird.

Das heißt für mich übrigens nicht dass Hanne ständig bei den Lehrern auf der Matte stehen sollte, um etwaige Konflikte wegen nicht gemachter Hausaufgaben für Katrin zu lösen. Es heißt für mich, dass Hanne sagt (und es auch so meint): „Für mich brauchst Du die Hausaufgaben nicht zu machen. Ich liebe Dich mit oder ohne sie. Ich unterschreibe auch irgendwelche Mitteilungen – und zwar ohne, dass das irgendetwas an meiner Liebe zu Dir ändert. Und wenn es in der Schule Probleme gibt, dann unterstütze ich Dich beim Finden einer Lösung. Wenn Du Dich entscheidest, Deine Hausaufgaben zu machen, dann trage ich gerne dazu bei, es Dir leichter zu machen. Ich bin für Dich da!“

Achtung: Wenn Du selbst in einer ähnlichen Situation bist, lauerte in Dir beim Lesen der letzten Zeilen vielleicht ein „aber“. „Aber wenn Du dann von der Schule runter musst, weil Du nur noch schlechte Noten hast….“, „Aber, wenn Du dann im Unterricht nicht mitkommst, dann…“ Solche abers machen alles zunichte. Echtes „für jemanden da sein“ kennt kein aber. Nie. Nie!

Und das ist die große Herausforderung für uns Mütter. Denn wenn wir uns dieses lauernde „aber“ ehrlich anschauen, dann kommen wir immer an unsere eigenen Ängste. Wenn wir uns diese Ängste jedoch nicht eingestehen, dann werden sie uns immer wieder auf teils subtile Art und Weise daran hindern, voll und ganz zu unseren Kindern zu stehen. Und dann wird es ganz leicht wieder zu einem Kampf mit den Hausaufgaben.

Louis und seine Aufgaben im Haushalt

Melanie erlebt an jedem einzelnen Tag mehrmals Konflikte mit ihrem 13-jährigen Sohn Louis. Und immer geht es um das gleiche Thema: Melanie ist der Meinung, dass jedes Familienmitglied, dass von täglichen Mahlzeiten, sauberer Wäsche und vielen anderen Annehmlichkeiten eines gut geführten Haushaltes profitiert, sich auch entsprechend verhalten muss. Sie erwartet von ihren Kindern und ihrem Mann, dass sie bestimmte Regeln einhalten (wie etwa schmutzige Wäsche in den Wäschekorb und benutztes Geschirr in die Spülmaschine) und ihre gemeinschaftlich eingeteilten Aufgaben erfüllen. Ihr Mann ist beruflich so viel unterwegs, dass er kaum eine Hilfe ist. Louis hält sich weder an die Regeln, noch erledigt er seine wenigen Aufgaben – oder erst nach mehrmaligen Aufforderungen, Streit und Drohungen. Melanie weiß einfach nicht, wie sie das alles alleine schaffen soll.

Würde Melanie ein Coaching bei mir buchen, würde ich sie ermuntern, sich folgende Punkte bewusst zu machen und folgende Fragen zu klären:

  1. Louis hat eine völlig andere Wahrnehmung, andere Erfahrungen und Ansprüche zum Thema Haushalt.
  2. Louis befindet sich in einer Phase seines Lebens, in es für ihn eine große Herausforderung ist, sein Leben zu managen.
  3. Streitereien kosten enorm viel Energie, die dann auch bei der Pflege des Zuhauses fehlt.
  4. Welche Bedürfnisse stehen hinter Melanies Forderungen? (Ich vermute, es sind eine ganze Menge.)
  5. Ist Melanie bereit mit den Aufgaben im Haushalt auch die Verantwortung dafür abzugeben?

Obige Beschreibung der Situation zeigt deutlich, dass Melanie sich selbst als die Verantwortliche für das Familienzuhause sieht und die anderen ihr bei der Erfüllung ihrer Aufgabe helfen sollen. Das ist besonders für ein pubertierendes Kind, das gerade mehr und mehr Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen will/muss, eine schwierige Situation. (Für Männer übrigens auch.)

Auch hier macht es Sinn, aus dem Teufelskreis auszubrechen, indem Melanie vorerst jeden Kommentar zum Thema sein lässt. Das spart erstmal Energie und schafft zudem Raum für innere Klarheit. Melanie wird vermutlich bemerken, dass bei dem Thema Haushalt so viel Schmerz, Frust und Wut in ihr ist, dass es mehr braucht, als eine Lösung im außen. Vielleicht sehnt sie sich nach mehr Nähe, Anerkennung und Verbindung mit ihrem Mann. Vielleicht hat sie Angst, dass ihr Sohn ihr mehr und mehr entgleitet. Vielleicht hat sie Angst, von ihrer Mutter verachtet zu werden, wenn der Haushalt nicht perfekt läuft. All solche tiefen Verletzungen, Sehnsüchte und Ängste entladen sich dann oft angesichts herumliegender Schmutzwäsche – das ist weder fair, noch sinnvoll.

Wenn Melanie sich das alles bewusst gemacht hat und die Situation sich durch mehrtägiges Schweigen etwas entspannt hat, könnte sie folgendermaßen das Gespräch mit Louis beginnen:

„Hast Du bemerkt, dass wir in den letzten Tagen keinen Streit wegen Unordnung und so hatten? Ich will, dass das in Zukunft nicht mehr zwischen uns steht. Ich merke, dass ich selber ein größeres Problem mit dem ganzen Haushaltszeug habe, als ich bisher wusste. Ich wünschte, ich hätte das nicht an Dir ausgelassen. Gleichzeitig bin ich weder bereit noch in der Lage für die ganze Familie zu kochen, zu putzen, zu waschen und noch 1000 Dinge mehr. Wie geht es Dir denn damit?“

Im weiteren Verlauf des Gespräches kann folgende Frage Sinn machen: „Hast Du eine Idee, wie wir das lösen könnten?“

Wichtig ist jetzt, dass Melanie offen bleibt für ganz neue Lösungen. Denn nur, wenn sie einen Teil der Verantwortung – und damit auch die Herrschaft über das wie und wann abgibt, wird sich auf Dauer etwas ändern.

Anna und die Mediennutzung

Seit Anna die weiterführende Schule besucht, hat sie ein eigenes Smartphone. Ihre Mutter Maria war dagegen, doch ihr Vater hat sich für sie ins Zeug gelegt. Ohne Smartphone ist kind heutzutage ja schließlich automatisch ein Außenseiter. Maria hat sich überzeugen lassen. Jetzt ist genau das eingetreten, wovor sie Angst hatte: Anna glotzt in jeder freien Minute in ihr Smartphone. Es belastet Maria enorm, dass sie immer erst mühsam zu Anna durchdringen muss, bevor sie mit ihrer Tochter sprechen kann. Zudem bemerkt sie, wie unzufrieden Anna wirkt, sobald sie mal kurze Zeit ohne ihr Handy sein muss. Es wirkt auf Maria wie eine regelrechte Sucht. Sie hat Angst, dass Annas Schlafqualität darunter leidet und sie durch die ständige Neigung ihres Kopfes Rückenprobleme bekommt.

Jedes Mal, wenn Maria versucht Annas Umgang mit dem Handy zu reglementieren spielen sich wahre Dramen ab. Wenn sie versucht in diesem Punkt Unterstützung von ihrem Mann zu bekommen, bekommt sie nur zu hören: „Das ist doch ganz normal.“

Würde Maria zu mir ins Coaching kommen, würde ich ihr folgende Fragen mitgeben:

  1. Weiß Anna um Deine Ängste wegen ihres Medienkonsums?
  2. Sind Dir diese Ängste und die dahinter liegenden Bedürfnisse überhaupt selbst bewusst? Wo kommt das her?
  3. Was bedeutet das Smartphone für Anna?
  4. Was macht es mit Dir, dass Du mit Deinem Mann in diesem Punkt nicht einig bist?

Auch hier empfehle ich, wie in den Beispielen vorher, eine kleine Auszeit vom Streiten. Maria kann sich selbst Raum zu Reflexion verschaffen, indem sie vorerst keinerlei Kommentar zur Handynutzung ihrer Tochter abgibt. Das schließt mit ein, freundlich und höflich um Aufmerksamkeit zu bitten, wenn sie mit ihr sprechen will. Vielleicht hilft Maria dabei die Vorstellung, Anna wäre in ihren Lieblingsroman vertieft, statt in die neusten Whats-App-Nachrichten.

Sobald die Stimmung gelassener geworden ist, könnte Maria folgendermaßen ein Gespräch mit Anna beginnen:

„Du weißt, dass es für mich schwer zu ertragen ist, Dich den ganzen Tag am Smartphone zu sehen. Dennoch will ich nicht mehr deshalb mit Dir streiten. Ich wünschte, ich hätte das schon früher erkannt. Ich würde mich riesig freuen, wenn Du mir die Sache mit dem Smartphone mal aus Deiner Sicht beschreibst. Was begeistert Dich daran so?“

Im weiteren Verlauf des Gespräches, kann Maria dann ihre eigenen Ängste offenbaren: „Mir macht die ganze Sache einfach eine riesige Angst. Magst Du hören, warum?“

Und dann natürlich wieder die Frage nach einer Lösung: „Hast Du eine Idee, wie wir in Zukunft damit umgehen könnten?“

Hier ist enorm viel Geduld gefragt, ganz viel genaues Hinhören, Offenheit für neue Sichtweisen. Es gibt in diesem Zusammenhang so viele Lösungen – von handyfreien Zonen/Zeiten bis hin zu gemeinsamen Handyzeiten. Wichtig ist, dass wir sie gemeinsam mit unseren Kindern entwickeln. Dann nehmen sie sie erfahrungsgemäß begeistert an.  Auch sie sehnen sich ja nach Kontakt mit uns. Doch klar: Wenn sie von uns nur noch Gemecker hören über etwas, was ihnen so wichtig ist, dann machen sie eben auch irgendwann dicht.

Fazit

Die Pubertät ist ohne Frage eine turbulente Zeit. Sie ist eine Zeit, in der uns die Kinder noch mal besonders brauchen. Sie ist eine Zeit, in der wir Eltern besonders mit unseren eigenen „Schattenseiten“ konfrontiert werden.

Was immer hilft: Erstmal Druck raus nehmen, ruhig werden, beobachten (das Kind und noch mehr sich selbst). Und dann ein einfühlsames Gespräch mit ganz viel Hinhören und „sich selbst mit all seinen Ängsten zeigen“.

Dann kann die Pubertät eine wundervolle Chance für unsere Beziehung mit unserem Kind sein und ein kraftvoller Start in das Erwachsenenleben für unser Kind.

Ich wünsche Dir ganz viel innere Klarheit für diese besondere Zeit.

PS: Hast Du Dich schon angemeldet zu meiner kostenfreien 5-Tage-Challenge für mehr Klarheit in der Sprache und mehr Leichtigkeit im Alltag?

vom 13.10. – 18.10.2019


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Übrigens: In die meisten meiner Artikel fließen Ideen aus der GFK und dem Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept ein.

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